Marktrück- und ausblick
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Strategisch veranlagen - Schwankungen in Schach halten

MARKTRÜCK- UND AUSBLICK

Sehr geehrte Anlegerin,
sehr geehrter Anleger,

Raiffeisen Oberösterreich setzt auf persönliche Beratung, Produktqualität und nachhaltiges Wachstum. Mit einem durchgängigen Beratungsprozess, kombiniert mit einer soliden Produktselektion und modernen Reportings, bieten wir einen Mehrwert für Ihr Depot.

Durch gezielte Streuung verschiedener Anlageklassen (z.B. Aktien, Anleihen oder Alternative Investments) wird ein möglichst hoher Ertrag erzielt und nur ein absolut notwendiges Risiko eingegangen. Der Jahresbeginn ist auch Zeit für neue Pläne bzw. um den Status-Quo zu überdenken. Wir analysieren Ihre Vermögenswerte, strukturieren diese und geben Ihren finanziellen Vorhaben,  Veranlagungs- oder Vorsorgeüberlegungen einen konkreten Rahmen. Besonderes Augenmerk legen wir dabei auf die damit verbundenen Chancen und Risiken.

Die Portfolio-Optimierung ermöglicht Ihnen Ihr Wertpapierdepot stabiler, krisensicherer und erfolgreicher zu gestalten. Wir unterstützen Sie dabei und optimieren Ihr Wertpapier-Portfolio auf Basis unserer laufenden Markbeobachtungen und -evaluierungen.

Das kommende Jahr wird den globalen Börsen die eine oder andere Herausforderung abverlangen. Auf Hintergründe, Auswirkungen und mögliche Veränderungen an den Märkten gehen wir im folgenden Marktrück- und ausblick näher ein.

2020 – EIN EREIGNISREICHES JAHR - NICHT NUR AN DEN AKTIENMÄRKTEN

Das Börsenjahr 2020 hatte es in sich. Nach einem freundlichen Start erwischte der erste Corona-bedingte Shutdown im Frühjahr die Aktienmärkte am falschen Fuß. Die Schockstarre war allerdings nur von kurzer Dauer. Nach deutlichen Kursrückgängen legten die internationalen Aktienmärkte eine beeindruckende Gegenbewegung hin. Viele US-Aktienindizes konnten bereits nach wenigen Monaten neue Allzeit-Höchststände erreichen. Vor allem der US-Technologiebereich und Aktien aus dem Medizinbereich kannten offenbar kein Halten.

Etwas verhaltener war die Entwicklung in Europa. Erst in der 2. Jahreshälfte waren Aktien aus „Good old Europe“ wieder gefragter. Zu verdanken war das einer gewissen Branchenrotation. Zyklische Sektoren, die besonders stark unter der Pandemie gelitten hatten, wurden von den Anlegern wieder vermehrt gesucht.

Aber der „Dauerbrenner“ COVID-19 und dessen Auswirkung auf die globale Wirtschaftsentwicklung war nicht alles. Die US-Präsidentschaftswahl im November, die Hängepartie zum Thema Brexit, die Unsicherheit über ein weiteres Fiskalpaket in den USA, der immer wieder aufflackernde Handelskonflikt und neuerliche Corona bedingte Beschränkungen im Herbst sorgten zwischenzeitlich für Unruhe an den Aktienmärkten. Die Erwartung auf die baldige Zulassung eines Impfstoffes, die erwartete starke Erholung der Wirtschaft und die beispiellos expansive Geldpolitik der Notenbanken waren auf der anderen Seite Gründe für die Kursanstiege an den Börsen. 

Chart Aktien
Quelle: Bloomberg, Dezember 2020; Angaben über die Wertentwicklung beziehen sich auf die Vergangenheit und stellen daher keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung dar. Währungsschwankungen bei Nicht-Euro-Veranlagungen können sich auf die Wertentwicklung ertragserhöhend oder ertragsmindernd auswirken.

2020 - EIN AUSSERGEWÖHNLICHES ANLEIHENJAHR GEHT ZU ENDE

2020 - EIN AUSSERGEWÖHNLICHES ANLEIHENJAHR GEHT ZU ENDE

Pandemiebedingt kam es im Frühjahr dieses Jahres ebenso wie auf den Aktienmärkten zu einer Verkaufswelle bei Anleihen, die in der Folge die Renditen durchwegs ansteigen ließen. Die Europäische Zentralbank (EZB), rund um Präsidentin Christine Lagarde, traten dem jedoch entschieden entgegen und beschlossen ein umfassendes Maßnahmenpaket zum Kauf von Anleihen über 1,35 Billionen Euro. Diese Wertpapierkäufe unterstützen Staaten wie Unternehmen, weil sie für ihre Papiere nicht so hohe Zinsen bieten müssen, wenn die EZB als großer Käufer am Markt auftritt. Das sollte wiederum der Konjunktur zu Gute kommen.


Im Dezember folgten dann nochmals weitere Zukäufe mit einem Volumen von 500 Milliarden Euro. Zudem werden die Käufe bis mindestens März 2022 verlängert. Damit hat die EZB ihr Pandemie-Anleihenmarkt-Rettungsprogramm für das Jahr 2020 vorerst erfolgreich abgeschlossen, weil sich die Renditen bei den sicheren Staatsanleihen in etwa wieder auf die Niveaus vom Jahresbeginn einpendeln konnten.

Chart Anleihen
Quelle: Bloomberg, Dezember 2020; Angaben über die Wertentwicklung beziehen sich auf die Vergangenheit und stellen daher keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung dar. Währungsschwankungen bei Nicht-Euro-Veranlagungen können sich auf die Wertentwicklung ertragserhöhend oder ertragsmindernd auswirken.

VOLATILE DEVISENMÄRKTE IN UNSICHEREN ZEITEN

Präsidentschaftswahlen versus Corona-Pandemie. Selten erlebten die Märkte so viele unberechenbare Szenarien in einem Kalenderjahr. Dies brachte wiederum eine sehr hohe Volatilität mit sich, welche schlussendlich mit einer deutlichen Abwertung des US-Dollars endete.

Der Schweizer Franken (CHF) ist der "sichere Hafen" im Währungsuniversum schlechthin, das bedeutet er kommt unter Aufwertungsdruck, wenn am Devisenmarkt Krisenstimmung herrscht. Und er gibt nach, sobald sich die Zeiten wieder beruhigen. 2020 war ein gutes Beispiel für dieses Verhalten. Die Schweizer Nationalbank (SNB) konnte nur mit Mühe einen Verfall unter 1,05 verhindern, indem sie kräftig am Devisenmarkt intervenierte.

Das Pfund zählt in diesem Jahr zu den Schlusslichtern im G10-Universum. Zum einen liegt das daran, dass Großbritannien vergleichsweise schwer von der Corona-Krise getroffen wurde, zum anderen, dass die britische Wirtschaft mit der Gefahr eines harten Brexits konfrontiert wird.

Chart Währung
Quelle: Bloomberg, Dezember 2020; Angaben über die Wertentwicklung beziehen sich auf die Vergangenheit und stellen daher keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung dar. Währungsschwankungen bei Nicht-Euro-Veranlagungen können sich auf die Wertentwicklung ertragserhöhend oder ertragsmindernd auswirken.

Wir begleiten Sie auf Ihrem Weg zu einer passenden Vermögensanlage und freuen uns auf ein persönliches Gespräch mit Ihnen – am besten gleich zu Jahresbeginn.

Danke für Ihr Vertrauen. Wir wünschen Ihnen ein erfolgreiches Jahr 2021.

Dieses Dokument wurde von der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG (RLB OÖ) ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung - vorbehaltlich von Änderungen und Ergänzungen. Die RLB OÖ  übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Inhalte und für das Eintreten von Prognosen. Die Inhalte sind unverbindlich und stellen weder ein öffentliches Angebot noch eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf dar. Da jede Anlageentscheidung der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse (z.B. Risikobereitschaft) des Anlegers bedarf, ersetzt diese Information nicht die persönliche Beratung und Risikoaufklärung durch den Kundenbetreuer im Rahmen eines Beratungsgespräches. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Finanzinstrumente und Veranlagungen mitunter erhebliche Risiken bergen. Aus der Veranlagung können sich steuerliche Verpflichtungen ergeben, die von den jeweiligen persönlichen Verhältnissen des Kunden abhängen und künftigen Änderungen unterworfen sein können. Diese Information kann daher nicht die individuelle Betreuung des Anlegers durch einen Steuerberater ersetzen. Die beschränkte Steuerpflicht in Österreich betreffend Steuerausländer impliziert keine Steuerfreiheit im Wohnsitzstaat. Ausführliche Risikohinweise und Haftungsausschluss unter www.boerse-live.at/disclaimer

28.12.2020