Das vergangene Jahr war geprägt von sinkenden Zinsen, geopolitischen Konflikten und neuen Höchstständen an den Aktienmärkten. Wir blicken zurück und wagen einen Ausblick auf das Jahr 2026.
Finanzmärkte 2025/2026: Rekordstände, Lockerungspolitik und Stabilisierungsversuche im Fokus
Die internationalen Aktienmärkte erreichten trotz geopolitischer Risiken und wirtschaftlicher Unsicherheiten neue Rekordstände. Die Zentralbanken, sowohl die EZB als auch die Fed stehen im Zeichen einer Lockerungspolitik. Das (geo)politische Umfeld bleibt auch im Jahr 2026 herausfordernd. Auf Hintergründe, Auswirkungen und eventuelle Veränderungen an den Märkten gehen wir im folgenden Marktrück- und Ausblick näher ein.
Entwicklung der Aktien-, Anleihen- und Devisenmärkte
Aktienmarkt 2025
Anhaltende Dynamik an den internationalen Aktienmärkten trotz herausfordernder Rahmenbedingungen
2025 war erneut ein sehr erfolgreiches Jahr für die Aktienmärkte – trotz anspruchsvoller wirtschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen. Immer wieder kam es zu Belastungsfaktoren, die Märkte zeigten sich jedoch bemerkenswert widerstandsfähig und entwickelten sich insgesamt sehr robust.
Zu Jahresbeginn war die Stimmung noch verhalten. Im April führten Ankündigungen von US-Präsident Trump zur Zollpolitik kurzfristig zu Kursrückgängen. Ab Mitte April setzte jedoch eine klare Aufwärtsbewegung ein, die sich im weiteren Jahresverlauf fortsetzte.
Besonders hervorzuheben ist der heimische Aktienmarkt. Der ATX erreichte im Herbst erstmals seit über 18 Jahren wieder neue Rekordstände. Nach dem letzten Hoch im Jahr 2007 hatte der österreichische Leitindex infolge der Finanzkrise, der hohen Gewichtung von Finanztiteln sowie der Osteuropakrise lange unterdurchschnittlich abgeschnitten. Erst die Neubewertung europäischer Finanzwerte im Zuge der Zinswende und die Rückkehr zu klassischen „Old-Economy“-Titeln sorgten zuletzt für deutlichen Rückenwind.
Rentenmarkt 2025
Europa und USA im Zeichen der Lockerungspolitik
Im Jahr 2025 setzte Europa seinen klaren Lockerungskurs fort, um die Zinsen auf ein neutrales Niveau zu bringen. Im ersten Halbjahr gab es vier Zinssenkungen, bevor die EZB in der zweiten Jahreshälfte eine Pause einlegte, um die Wirkung der bisherigen Maßnahmen zu beobachten. Diese abwartende Haltung begründet sich unter anderem darin, dass die Inflation im Oktober mit 2,1 % nahe am Zielwert lag. Zusätzlich beeinflussen geopolitische Spannungen und Handelskonflikte die wirtschaftliche Lage, weshalb die EZB flexibel auf unerwartete Entwicklungen reagieren möchte. Der Hauptrefinanzierungssatz liegt aktuell bei 2,15 %, die Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe bei rund 2,85 %.
In den USA war der Anleihenmarkt 2025 volatil, geprägt von der Erwartung und Umsetzung von vier Zinssenkungen durch die US-Notenbank. Der Leitzinskorridor liegt derzeit bei 3,5 % bis 3,75 %, die Inflation hielt sich hartnäckig über dem Zielwert von 2 %. Die Lockerungspolitik zielte darauf ab, die Konjunktur zu stützen. Politische Unsicherheiten unter der Trump-Regierung führten zu erhöhter Nachfrage nach Anleihen, deren Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe aktuell bei rund 4,10 % liegt.
Devisenmarkt 2025
Geldpolitik als zentraler Treiber der Wechselkursentwicklung
Das Jahr 2025 war für die Währungspaare EUR/USD und EUR/JPY von ausgeprägter geldpolitischer und konjunktureller Unsicherheit geprägt. Zu Jahresbeginn profitierte der Euro von seinem Zinsvorteil gegenüber dem Yen, während die Bank of Japan an einer sehr lockeren Geldpolitik festhielt. In den USA agierte die Notenbank vorsichtig, die EZB leitete früh erste Lockerungsschritte ein. Dies führte zu einer anfänglichen Schwäche des Yen und zeitweise zu einem stärkeren US-Dollar.
Im Frühjahr erholte sich der Euro gegenüber beiden Währungen, unterstützt durch politische Impulse in Europa und gedämpfte US-Konjunkturerwartungen. Über den Sommer stabilisierte sich die Inflationsdynamik in der Eurozone, während sich das US-Wachstum leicht abschwächte. Geopolitische Spannungen und globale Risikofaktoren sorgten für kurzfristige Schwankungen, wobei der Yen als sicherer Hafen zeitweise stärker gefragt war.
Zum Jahresende zeigten sich beide Währungspaare weitgehend stabil, da sich die geldpolitischen Perspektiven annäherten. EUR/USD erreichte im September mit 1,186 seinen Höchststand und notierte später bei rund 1,175; EUR/JPY bewegte sich ebenfalls stabil.
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